24. September 2018, RWE Power AG

Wiederaufnahme der Räumungen im Hambacher Forst

Im Hambacher Forst setzen die Behörden die Räumung von illegal errichteten Baumhäusern fort. Am Montag, 24. September wurden die ersten Räumungsverfügungen nach der mehrtägigen Unterbrechung ausgesprochen.

Nach dem Unfalltod eines Journalisten am vergangenen Mittwoch war die Räumung vorerst unterbrochen worden, um innehalten zu können. Leider wurde ausgerechnet diese Zeit genutzt, um Barrikaden auf wichtigen Rettungswegen und neue Baumhäuser zu errichten.

Die Polizei appellierte mehrfach an die Aktivisten, die Baumhäuser freiwillig zu verlassen: „Der Unglücksfall des am Mittwoch tödlich verunglückten Journalisten verdeutlicht, dass Lebensgefahr für alle Beteiligten in den Baumhäusern besteht“. 43 Baumhäuser sind nach Polizeiangaben seit dem Einsatzbeginn vor anderthalb Wochen geräumt worden. Die Polizei geht davon aus, dass insgesamt bis zu 60 Hütten zu räumen sind. Möglicherweise seien in den letzten Tagen jedoch neue Hütten entstanden, sagte ein Polizeisprecher.

Ebenfalls am Montag hat eine Gruppe Störer die Kohleversorgung der Kraftwerke durch eine Blockade unterbrochen: Acht Personen ketteten sich an die Schienen der Hambach-Bahn unter anderem mit „lock-ons“. Ein Kohlezug kam rechtzeitig zum Stehen, die Polizei war vor Ort. Mitarbeiter von RWE wurden im Auftrag und auf Weisung der Polizei tätig. Verletzt wurde niemand. Michael Luchtenberg, Leiter der Eisenbahnabteilung: „Es ist grob leichtsinnig, sich auf die Schienen zu legen und sich darauf zu verlassen, dass ein viele Tonnen schwerer Zug rechtzeitig zum Stehen kommt.“ Um 16.30 Uhr waren Blockaden aufgelöst und die Hambach-Bahn konnte den Betrieb wieder aufnehmen. Die Kraftwerke konnten ohne Beeinträchtigung Strom produzieren.